
Venezuela: Nationalversammlung billigt Ölabkommen mit den USA

Die Nationalversammlung Venezuelas hat mit qualifizierter Mehrheit den Entwurf eines Ölabkommens zwischen Washington und Caracas gebilligt. Das Abkommen soll Medienberichten zufolge den USA die Erschließung von 17 Öllagerstätten mit einem Volumen von 65 Milliarden Barrel Öl ermöglichen, was einem Fünftel der venezolanischen Ölreserven entspricht. Der venezolanische Abgeordnete Miguel Pérez Abad, der den Entwurf dem Parlament vorstellte, erklärte laut der venezolanischen Tageszeitung El Nacional:
"Das ist das wichtigste Abkommen, das in unserem Land in den vergangenen hundert Jahren unterzeichnet wurde. Dieses Abkommen wird es dem venezolanischen Staat ermöglichen, von der Abhängigkeit vom Öl zu einer echten Energiemacht zu werden."
Wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet, wird am Mittwoch US-Energieminister Chris Wright nach Caracas reisen, um das Abkommen mit einem privaten Unternehmen zu unterzeichnen. Zudem plane Reuters zufolge der US-Konzern Chevron, eine Ausweitung seiner Tätigkeit in Venezuela bekanntzugeben.

In der vergangenen Woche hatte US-Präsident Donald Trump erklärt, Washington habe den größten Ölhandel der Geschichte mit Venezuela abgeschlossen. Er präzisierte, dass die USA dadurch die Kontrolle über mehr als 65 Milliarden Barrel venezolanischer Ölreserven "ohne jegliche Kosten für die US-amerikanischen Steuerzahler" erhielten.
Die venezolanische Interimspräsidentin Delcy Rodríguez erklärte, dass das Ölabkommen mit den USA für 25 Jahre gelten solle. Allerdings hätten sowohl Hardliner in Venezuela als auch die Opposition Medienberichten zufolge die Vereinbarung zwischen Caracas und Washington bereits kritisiert.
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